MOTIVE

Andreas GROB & Pedro BOESE

06.12.08 - 17.01.09
Eröffnung am Samstag, dem 06.Dezember, 19:00-22:00

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Der Maler Andreas Grob arbeitet wie ein Schriftsteller, ist ein Fremder seiner eigenen Sprache. Seine Bilder funktionieren wie Erzählungen, Bruchstücke von Geschichten, Narrationen, die wie Wörter oder Buchstaben im Bild, Bilderrätseln gleich, ein heimliches Sprechen implizieren. Je nach Form und Farbe, auf monochromem, pastellfarbenem Hintergrund - wassergrün, himmelblau, ocker … - entstehen hier Kompositionen aus der Geste des Malens heraus; codierte Sequenzen stehen in zufälliger, gezwungener Folge nebeneinander, scheinen aber auch heiter oder träumen zumindest davon, so zu sein. Feinsinnige, alles andere als grobe, Fiktionen spielen mit der unendlichen Vielfalt der aufscheinenden Motive, urban und architektonisch geprägt, aber auch von der Natur, Bäumen, Blumen oder auch von Waffen, Gewehren, Messern, Fahrzeugen, von farbigen Landschaften etc. inspiriert. Bei A. Grob (* 1965, Stuttgart) wird das künstlerische Werk buchstäblich Sprache und lädt ein, die gemalten Geschichten in Ko-Autorschaft mit dem Künstler zu entziffern, zu lesen - eine Schöpfung voller Abenteuer, Ungewissem und Unbekanntem, Erlebnissen und Erheiterungen. Vor diesen Bilder-Geschichten können Auge und Geist die Eindrücke eindringen lassen, phantasieren, assoziieren …
… und „grooven”, wie in der Serie auf Leinwand von Pedro Boese (*1972, Beira, Mosambik), Grids and Grooves, die im Rahmen dieser Doppelausstellung gezeigt wird: Denn in den Arbeiten beider Künstler geht es um Rhythmus. In den Werken beider ist das Motiv als melodische, rhythmische Zeichnung, plastische, lockere Substanz, klare Einteilung, von großer Feinheit. „Seine Motive beschränken sich auf ein begrenztes Vokabular aus verschieden getönten Kreisscheiben, die nachvollziehbaren Ordnungsprinzipien folgend, streng geometrisch strukturiert werden. Die banal an vertikalen und horizontalen Bildachsen orientierten Punkte komponiert Boese in immer neuen rhythmischen Variationen.” (Susanne Prinz, in: Grids and Grooves, Ausstellungsedition) Von da ausgehend, zwischen einer bestimmten Geschichte der abstrakten Malerei, konstruiert oder „konkret”, und dem Zeitalter des digitalen, gepixelten Bildes, zögert Boese nicht, beides zu verwenden. Seine Bilder, Grids, sind … Raster.

Das Ausstellungsprojekt MOTIVE, das bei MARS vom 6. Dezember 2008 bis 17. Januar 2009 gezeigt wird, versammelt eine Serie von 10 großformatigen Bildern von Andreas Grob, die entlang einer Wand einen einzigen ausladenden visuellen Satz bilden, sowie ein Ensemble von Pedro Boese, das im Laufe dieses Jahres entstanden ist.